Erste-Hilfe-Set

Braucht man sowas unbedingt?

 

Diese Frage ist für mich eigentlich gar keine Frage. Wenn man sich in den Bergen verletzt, kann man nicht davon ausgehen, dass sofort nach nach einem Handyanruf, ein Arzt vom Himmel fällt. Ein Handy hat auch nur dann eine Funktion, wenn sich ein Sendemast in Reichweite befindet. Man sollte sich also im Notfall erst mal selbst versorgen können. Wieviel jeder von den folgenden Verbandsartikeln letztendlich mitnimmt, sei jedem selbst überlassen. Ich habe hier nur mal zusammengestellt, was mir am wichtigsten erscheint:

Sterile Wundauflage, Mullbinden verschiedener Größen oder besser noch elastische Binden (sind leichter handzuhaben), Leukoplast, Pflaster (ruhig auch einen Streifen zum selbsabschneiden), Schere, Pinzette, Blasenpflaster *), Wunddesinfektionsmittel **), Wundsalbe, Salbe gegen Insektenstiche, Dreieckstuch und eine Rettungsdecke.

*) Blasenpflaster, sogenannte Second-Skin-Pflaster sind aus einem speziellen Kunststoff. Man sollte sie vor der Anwendung etwa eine Minute in der Hand anwärmen, damit sie sich beim Aufkleben besser an die Haut anschmiegen. Die Schmerzen einer aufgeriebenen Blase können mit einem solchen Pflaster erheblich reduziert werden.

**) Wunddesinfektionsmittel sollte nur bei leichten Schürf oder Schnittwunden angewendet werden für die auch ein Pflaster reicht. Schwerwiegendere, tiefergehende Verletzungen müssen mit einer sterilen Wundauflage abgedeckt und verbunden werden. Alles weitere sollte der Arzt unternehmen.

Achten Sie bitte auch in Ihrem Erste-Hilfe-Set auf die Minesthaltbarkeitsdaten und beschädigte Verpackungen von sterilem Material. Selbst wenn Sie es nicht benötigen ist vielleicht mal ein Bergkamerad auf Sie angewiesen.

 

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